AUS VIEL KLEINEM WIRD VIEL – Sok kicsi sokra megy

Am 14.06.2017 gegen Abend startete unsere Reise nach Ungarn. Das Auto vollgepackt mit Futter, Geschenken, Taschen und viel Vorfreude, unsere Freunde dort zu besuchen und uns einen Überblick über die derzeitige Situation zu verschaffen.

Nach fast 1200 km Fahrt sind wir gegen Mittag, den 15.06.2017, in unserer Unterkunft in Szarvas angekommen. Juli Hajdú hat ein traumhaftes Ferienhaus für uns gefunden. Nach kurzer Erholung von der 12-Stunden-Fahrt ging es weiter ins Tierheim von Mezötur. Wir wurden dort von Kati und Ildi, den guten Seelen von Koborka, herzlichst empfangen. Viele uns schon bekannte Pfoten, wie auch wieder viele Neuzugänge, haben wir gesehen. Dabei durften die Streicheleinheiten von uns nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss eines langen Tages gab es ein leckeres Kesselgulasch, gekocht von Juli. Am nächsten Tag halfen wir vor Ort bei der Reinigung, besorgten noch einige Kleinigkeiten und halfen bei der Befestigung einer Plane über einem Teil der Zwingeranlage, der zum Schutz vor der Hitze dient. Kati und Ildi haben uns köstlich mit einem organisierten Mittagessen versorgt und wir hatten die Gelegenheit, Erfahrungen, Berichte über die derzeitige Situation auszutauschen und zu vertiefen. Einige Teammitglieder fuhren noch zu einer Pflegestelle, um dort eine Notpfote anzuschauen. Den Abend verbrachten wir mit Juli in gemütlicher Runde. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen, um unsere geplante Reise ins Tierheim nach Vackolo anzutreten.

Zsuzsa hat uns dort freundlich empfangen. Sie hatte extra eine Dolmetscherin organisiert. Die Freude über die vor Ort organisierte Futterspende war riesig. Da dies ein Tierheim der Stadt ist, gibt es bzgl. der räumlichen Umgebung wenig Spielraum. Es ist bewundernswert, wie hier die Notpfoten trotz der widrigen Umstände betreut und umsorgt werden. Während intensiver Streicheleinheiten für die Hunde konnten wir die Gespräche vertiefen und uns auch hier ein Bild über die aktuelle Situation machen.

Nach über 2000 km setzten wir am späten Nachmittag unsere Reise nach Budapest fort. Hier hatten wir vorab eine Unterkunft gebucht. Am Abend trafen wir uns zum Essen in der Stadt mit Adrienn und Monika von Futrinka, um den Besuch am nächsten Tag zu planen. Nach herzlicher Begrüßung und Besichtigung von Piliscaba, dem neuen Standort von Futrinka, gab es einen ungarischen Umtrunk. Die Jungs und Mädels von Futrinka gingen ans Kochen und wir haben uns zu einer großen Tour mit tollen Hunden in einer wunderschönen Landschaft aufgemacht. Anschließend gab es zur Stärkung leckeres Letscho. Viele interessante Gespräche begleiteten uns durch den Nachmittag. Thomas, der bei Futrinka hilft, fungierte perfekt als Dolmetscher. Einige Pflegestellen von Futrinka, Unterstützer sowie Freunde waren auch da.

Nach 5 aufregenden Tagen mit Freud, Leid und guten Gesprächen haben wir die Heimreise angetreten. Ungarn ist ein wunderschönes Land, in das man sich verlieben kann und man spürt, dass hier jede Hilfe herzlich angenommen wird. Die Liebe, die hier jeder einzelnen Notpfote entgegengebracht wird, ist unbezahlbar und zeigt sich im täglichen Umgang und der herzlichen Fürsorge für die Vierbeiner. Dies bestärkt uns, die Arbeit zu unterstützen, zu helfen und unseren Partnern vor Ort in Ungarn zur Seite zu stehen.

 

Hier geht es zu weiteren berührenden Fotos von der Ungarnreise.