Du hast Interesse an einem unserer Jagdhunde in Not?

Hier findest du erste Informationen rund um das Thema „Vermittlung“.
Bevor du uns einen Auskunftsbogen ausfüllst, bitten wir dich, diesen Artikel zu lesen und dich intensiv mit den dort gestellten Fragen zu beschäftigen. Herzlichen Dank dafür. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

 

 

Herzlichst, Dein Team von Hands4Paws.

Wie läuft die Vermittlung eines Hundes ab?

Sie haben Interesse an einem Hund aus unserer Vermittlung und möchten jetzt noch mehr erfahren? Füllen Sie hierzu einfach unseren Auskunftsbogen aus. Den Link zum Auskunftsbogen finden Sie entweder direkt im Profil des Hundes oder hier. Nach Eingang Ihrer Daten wird sich die zuständige Vermittlerin zeitnah bei Ihnen melden. In einem Telefonat können dann noch alle weiteren Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen, geklärt werden.

Wenn alles passt, wird eine sogenannte „Vorkontrolle“ organisiert. Bei der Gelegenheit können Sie natürlich auch Ihre Fragen loswerden. Wenn es grünes Licht gibt, und Sie weiterhin der von Ihnen ausgesuchten Notpfote ein Zuhause geben möchten, wird Ihnen ein Tierschutzvertrag zugesandt. Dem Einzug Ihres neuen Familienmitglieds steht nichts mehr im Wege.

Wie geht es dem Hund nach der Ankunft?

Der Hund ist -wenn er Ungarn verlässt- geimpft, entwurmt, gechipt und auf die mögliche landestypische Krankheiten (z. B. Filarien) getestet. Sollte ein Hund eine gesundheitliche Beeinträchtigung haben von der wir wissen, werden wir Ihnen dieses selbstverständlich nicht verschweigen. Trotz tierärztlicher Untersuchung vor der Abreise kann eine nicht erkannte Krankheit natürlich nie mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Sollte Ihr Hund Anzeichen einer Erkrankung zeigen, sollten Sie ihn bei einem Tierarzt vorstellen.

So ein Transport bedeutet für die Hunde natürlich auch etwas Stress. Zudem kann es durch die Umstellung auf ein neues Futter und das neue Zuhause auch mal zu Durchfällen kommen. Gerne stehen wir Ihnen in solchen Fällen mit Rat und Tat zur Seite.

Wie kommt der Hund zu mir?

Unsere Transporte werden vom Team Happydoxx (Timm Riggert) organisiert, die in regelmäßigen Abständen (etwa alle 2-3 Wochen) für verschiedene Vereine Hunde aus Ungarn nach Deutschland bringen. An verschiedenen Zwischenstationen in Deutschland können die Hunde empfangen werden. Die Hunde kommen entweder auf eine Pflegestelle oder aber direkt in das endgültige Zuhause. Wenn Sie sich für die direkte Übernahme des Hundes entschlossen haben, holen Sie Ihren Hund natürlich – an der für Sie nächstgelegenen Zwischenstation- ab. Der genaue Ort wird dann mit Ihnen besprochen. Der nördlichste Übergabeort ist Garbsen bei Hannover.

Sind alle Hunde kastriert?

Tierschutz bedeutet auch, die Anzahl der in Not geratenen Tiere zu verringern. Daher liegt es uns am Herzen auch Kastrationsprojekte vor Ort zu unterstützen. Zu 90% sind alle unserer Hunde bereits kastriert. Lediglich Welpen, Junghunde oder besondere Fälle reisen unkastriert aus. In diesen Fällen sind Sie gemäß unserem Schutzvertrag verpflichtet, einer weiteren Vermehrung entgegenzuwirken.

Was ist ein Schutzvertrag?

Im Schutzvertrag werden die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung im Sinne des Tierschutzes geregelt. Er wird Ihnen vor Übernahme des Hundes übersandt.

Warum muss ich eine Schutzgebühr zahlen?

Tierschutz lebt leider nicht nur von Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Engagement – er ist auch mit hohen Kosten verbunden. Tierarztrechnungen für Bluttests, Medikamente, Impfungen, Futter, z. T. Kastrationen, Unterkunft etc. müssen gedeckt werden. All diese Maßnahmen muss ein Hund aus dem Tierschutz durchlaufen, damit er vermittelt werden kann.

Die Schutzgebühr, die wir für unsere Vierbeiner erheben müssen, entspricht vielleicht manchmal nicht dem “Marktwert”. Wir retten nicht nur die jungen, schönen und gesunden Hunde. Hunde, die ihr halbes Leben im Tierheim gesessen haben, nachdem sie vorher als Gebärmaschine herhalten mussten oder ausgediente Jagdhunde, die unter schlimmsten Verhältnissen gehalten wurden, haben ebenfalls ein Recht auf ein zweites Leben. Beispielsweise werden bei Tumoren oder unbehandelten Brüchen Operationen nötig, ebenso Zahnbehandlungen und, und, und. Die Schutzgebühr, die wir erheben, reicht bei Weitem nicht aus, um alle anfallenden Kosten zu decken. Wer einmal einen Hund hatte, weiß wie viel Geld Tierarztbehandlungen verschlingen. Mehr zum Thema Schutzgebühr finden Sie hier…

Wenn der Hund bei Ihnen eingezogen ist… Was ist, wenn das Tier ganz anders ist, als vom Tierheim beschrieben?

Die Vereine im Ausland, mit denen wir eng zusammenarbeiten, teilen uns nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Hundes mit. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Ein Leben im Zwinger ist etwas anderes als ein Leben im Haus. Unsere Kollegen im Ausland können die Hunde nur so einschätzen, wie sie diese von ihrem Zwingerleben her kennengelernt haben. Es kann sein, dass Ihr Hund als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, hier angekommen stellen Sie fest, dass Ihr Hund ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde er aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Nun liegt es an Ihnen, dass Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was manchmal nicht von heute auf morgen passiert.

Ist der Hund stubenrein?

In den Auffang- oder Tötungsstationen sind die Hunde durch die Zwingerhaltung gezwungen, ihr Geschäft eben dort zu verrichten, wo sie essen und schlafen, weil meist niemand da ist, der mit ihnen Gassi geht. Meistens ist es aber kein Problem, durch regelmäßige Nahrungsaufnahme und Spaziergänge den Hund stubenrein zu bekommen. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Auch das möchten wir nicht verschweigen. Wenn die Hunde bereits in Ungarn auf einer Pflegestelle gelebt haben, sind sie oftmals bereits stubenrein. Jedoch leben die Hunde dort oftmals in einem großen Rudel zusammen und halten sich viel im Freien auf, sodass eine Stubenreinheit hier nicht zu 100% versichert werden kann.

Kann der Hund alleine bleiben?

Es kann vorkommen, dass Ihr Hund in Ihrer Abwesenheit die Wohnung umgestaltet oder sich lautstark bemerkbar macht. Ursache hierfür ist meist Langeweile, oder aber Ausdruck seiner Verlassensangst, in manchen Fällen aber auch Kontrollverlust, weil sie nicht da sind. Dann ist ein geduldiges Training erforderlich.

Ist der Hund katzenverträglich?

Diese Frage ist im Allgemeinen schwer zu beantworten, aber natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die meisten Hunde im Feld einer freilaufenden Katze gegenüber ganz anders verhalten, als wenn es sich bei der Katze um einen Hausbewohner handelt. Oftmals ist bei der Vergesellschaftung viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten, jedoch haben wir sehr gute Erfahrungen hierbei gemacht. Genauso wichtig: Bevor der neue Hausgenosse kommt, testen Sie aus, wie Ihre Katze auf einen Hundepartner reagiert.

Ist der Hund kinderlieb?

Eine gesicherte Aussage, ob und wenn ja welche Erfahrungen die Hunde mit Kindern gemacht haben, können wir nicht immer treffen. Das gilt besonders dann, wenn wir die Vorgeschichte der Hunde nicht kennen. Manche Hunde kennen Kinder gar nicht. Ein wichtiger Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist jedoch folgender: Viele Hunde aus dem Tierschutz sind fast alle futterneidisch. Da sie meist in Rudeln im Tierheim gehalten werden, müssen sie teilweise um ihr Fressen kämpfen. Deshalb ist anfangs unbedingt darauf zu achten, dass Kinder nicht an den Futter- oder Wassernapf des neuen Familienmitgliedes gehen und heruntergefallene essbare Sachen, oder auch Hundespielzeug nicht aufheben! Es kann in solchen Fällen zu erheblichen Problemen kommen. Auch sollten Kinder und der neue Hausgenosse anfangs niemals zusammen unbeaufsichtigt gelassen werden und natürlich sollte den Kindern auch klar gemacht werden, dass ein Hund auch mal seine Ruhe haben will und man ihn, wenn er auf seinem Platz liegt oder schläft, nicht stört. Unserer Erfahrung nach gibt es bei einer verständnisvollen Zusammenführung von Kind und Hund im Normalfall kaum Probleme, wenn die oben aufgeführten Punkte beachtet werden.

Was mache ich, wenn ich den Hund nicht behalten möchte?

Sollten Sie sich – aus welchen Gründen auch immer – von Ihrem Hund trennen müssen, geht er unbedingt wieder zurück an unseren Verein. Der Hund darf auf keinen Fall ohne Rücksprache mit uns an Dritte weitervermittelt werden und auch nicht in ein Tierheim abgegeben werden. Dies ist auch im Schutzvertrag verankert. Bitte teilen Sie uns Ihre Trennungsabsicht rechtzeitig mit, damit wir uns um eine adäquate Pflegestelle bemühen können.

Hast du dich erfolgreich für einen unserer Jagdhunde in Not beworben, erfährst du hier in dem kostenlosen Webinar der auf Jagdhunde spezialiserten Trainerin Pia C. Gröning u.a. wie du deinem zukünftigen Jagdhund einen möglichst stressfreien und harmonischen Einzug in sein neues Lebensumfeld ermöglichen kannst.