UPDATE | 15.04.2021

Der schöne Bailey befindet sich nun seit Anfang Februar in einer sehr erfahrenen Pflegestelle in der Nähe von Münster und entwickelt sich dort sehr gut. Er lebt in einem gemischten Rudel und kommt mit anderen Hunden wunderbar zurecht. Selbst fremde Hunde oder nicht kastrierte Rüden sind für Ihn kein Problem. Im Haus ist er ein absolut ruhiger Vertreter, er ist stubenrein, bleibt in Gesellschaft von anderen Hunden ohne Probleme alleine, zerstört nichts. Bailey ist großen und kleinen Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, wenn möglich sucht er immer Körperkontakt. Kinder sollten schon etwas Hundeerfahrung haben und standfest sein, da er oft sehr stürmisch ist. Bailey sucht extrem die Nähe zu seiner Bezugsperson, sein Bedürfnis zu kuscheln ist sehr hoch.
Durch seine Medikamente hat er immer Hunger und scheut auch nicht davor zurück, in der Küche die Arbeitsfläche nach essbaren abzusuchen oder den Mülleimer zu durchforsten. In dieser Situation sollte man ihn eine deutliche und klare Ansage machen, da er da etwas stur sein kann.
Sonst können wir über den schönen Rüden nichts Schlechtes sagen. Bailey ist ein fröhlicher und aufgeweckter Junghund. Er liebt es zu spielen, ausgelassen über die Wiese zu rennen oder einfach in der Sonne zu dösen. Seine Leinen Führigkeit ist gut aber noch ausbaufähig. Im Freilauf bleibt er immer in der Nähe und ist sehr gut abrufbar. Bis jetzt konnte keinerlei Jagdinstinkt bei ihm festgestellt werden.

Da Bailey leider in letzter Zeit nicht so viel Glück hatte mit der Vermittlung und wir nicht wollen, dass er zum Wanderpokal wird, soll dies nun sein letzter Umzug werden – Bailey soll nun endlich ankommen dürfen. Aktuell wird der schöne Rüde auf ein Medikament eingestellt, da er immer noch epileptische Anfälle hat. Es erfolgt in regelmäßigen Abständen die Bestimmung vom Medikamentenspiegel und die Anpassung der Medikamente. Er schlägt gut auf die Therapie an, trotzdem sollte man sich immer bewusst sein, dass er von heute auf morgen wieder epileptische Anfälle bekommen kann, auch wenn er medikamentös gut eingestellt ist. Deshalb ist es für einen Epileptiker sehr wichtig, eine gewisse Beständigkeit in seinem Leben zu haben. Ähnliche Tagesabläufe, Rituale, klare Regeln, Ruhe und einen guten Rudelführer auf den er sich verlassen kann. Für Menschen, die sehr aktiv sind, täglich neue Herausforderungen suchen und Abwechslung in ihrem Leben brauchen und dafür den passenden Begleiter suchen, ist ein Hund mit Epilepsie, nicht die richte Wahl.
Der Urlaub sollte nur mit Hund gemacht werden, Home-Office oder eine Mitnahme zur Arbeit wären ideal um Bailey immer etwas unter Beobachtung zu haben. Man kann mit Bailey schöne Spaziergänge und Wanderungen unternehmen, schwimmen gehen, er lässt sich auch gerne für Suchspiele oder Dummy Arbeit begeistern. Lange Fahrradtouren oder einen Halbmarathon sollte er jedoch nicht laufen. Ein tierischer Begleiter (Hund und Katze) kann gerne im Haus schon vorhanden sein, ist aber kein Muss.

UPDATE | 17.01.2021

Bailey ist leider wieder in unserer Vermittlung. Seiner Krankheit und seiner Energie sind leider nicht alle gewachsen.

Er zeigt sich Vizsla typisch aktiv. Seine neuen Menschen sollten sich mit dem Umgang von unsicheren Hunden auskennen und bereit sein, einiges an Training zu investieren und dabei immer seine Krankheit im Auge behalten. Stress kann bei Hunden mit einer Epilepsie die Erkrankungen verschlimmern. Insbesondere die Anfallshäufigkeit kann zunehmen.

Bailey sollte Ruhe bekommen aber auch rassegerecht ausgelastet werden.

 

UPDATE | 20.12.2020

Bailey ist gestern in sein neues Zuhause in Deutschland eingezogen. Wir wünschen eine schöne Zeit miteinander.

START | 17.10.2020

Besonderer Hund, sucht besondere Menschen

Bailey wird eigentlich direkt von unserer Partnerorganisation Futrinka vermittelt, doch wir haben unsere Vermittlungshilfe angeboten. Bailey wurde von seinem Besitzer in Ungarn abgeben, weil er Epilepsie hat. Das Herrchen hat viel gearbeitet und Bailey war dadurch sehr viel allein. Er war nicht bereit, sein Leben wegen eines Hundes zu ändern. Nun lebt er seit Anfang Juli auf einer Pflegestelle in einem gemischten Rudel und hatte in der Zeit 4 epileptische Anfälle. Seine Chancen ein endgültiges zu Hause in Ungarn zu finden, stehen mit der Krankheit sehr schlecht.

Bailey ist ein wunderschöner reinrassiger Magyar Vizsla, er ist 2 Jahre alt, nicht kastriert, kommt aber wunderbar mit anderen Hunden zurecht. Er reagiert sogar zeitweise schüchtern. Wenn er die Hunde kennt, ist er offen und spielt sehr gerne mit ihnen. Zu Menschen, ob groß oder klein, ist er lieb und geht offen auf sie zu. Seine Leidenschaft ist es, zu schwimmen und große Spaziergänge zu unternehmen. Er könnte ein wirklich großartiger Familienhund sein. Katzen sind für die schöne Zimtnase ebenfalls kein Problem. Nun das hört sich eigentlich alles perfekt an, wenn da nicht die Epilepsie wäre.

Hunde mit einer epileptischen Erkrankung brauchen einen geregelten Tagesablauf und ein ruhiges zu Hause. Sie reagieren sensibel auf Stress. Da Bailey erst 2 ist und er seinen ersten epileptischen Anfall mit ca. 1 Jahr hatte, gehen wir von einer primären Epilepsie aus. Das heißt, sie ist bei ihm wahrscheinlich angeboren und wird nicht, durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst. Leider leidet der Magyar Vizsla vergleichsweise häufig unter Epilepsie als einige andere Rassen. Die eindeutige Diagnose „primäre Epilepsie“ lässt sich aber erst eindeutig Stellen, wenn alle Grunderkrankungen ausgeschlossen worden sind. Des Weiteren kommen tierärztlich verordnete Medikamente zum Einsatz, die die Reizschwelle im Gehirn herabsetzen. Das Ziel sollte jedoch immer sein, die niedrigstmögliche Dosis zu finden. Um dies einschätzen zu können, werden zum einen regelmäßige Blutuntersuchungen durchgeführt, und zum anderen sollte der Hundebesitzer ein „Epilepsietagebuch“ führen und dies regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Die primäre Epilepsie ist grundsätzlich nicht heilbar, jedoch kann eine gesunde Ernährung helfen, (keine künstlichen Zusatzstoffe, reduzierter Gehalt an tierischem Eiweiß) die Anfallshäufigkeit zu senken. Die Lebenserwartung ist jedoch mit einer entsprechenden Therapie meist nicht geringer als bei einem gesunden Hund.

Falls sie sich trotz seines Handicaps in Bailey verliebt haben und breit sind mit ihm gemeinsam diesen Weg zu gehen, dann melden sie sich bei uns. Bailey könnte in einem ruhigen Umfeld und mit einer guten Therapie, anfallsfrei werden.

Wir übernehmen selbstverständlich die Kommunikation zu Futrinka und organisieren gerne den Transport nach Deutschland.

 



Name:
Bailey
Alter: 2 Jahre
Rasse: UK
Geschlecht: männlich
Kastriert: nein



Ihr Ansprechpartner:
Jessica Rindfleisch
vermittlungsteam@hands4paws.de
06027 7029974

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