START| 17.10.2020

Besonderer Hund, sucht besondere Menschen

Bailey wird eigentlich direkt von unserer Partnerorganisation Futrinka vermittelt, doch wir haben unsere Vermittlungshilfe angeboten. Bailey wurde von seinem Besitzer in Ungarn abgeben, weil er Epilepsie hat. Das Herrchen hat viel gearbeitet und Bailey war dadurch sehr viel allein. Er war nicht bereit, sein Leben wegen eines Hundes zu ändern. Nun lebt er seit Anfang Juli auf einer Pflegestelle in einem gemischten Rudel und hatte in der Zeit 4 epileptische Anfälle. Seine Chancen ein endgültiges zu Hause in Ungarn zu finden, stehen mit der Krankheit sehr schlecht.

Bailey ist ein wunderschöner reinrassiger Magyar Vizsla, er ist 2 Jahre alt, nicht kastriert, kommt aber wunderbar mit anderen Hunden zurecht. Er reagiert sogar zeitweise schüchtern. Wenn er die Hunde kennt, ist er offen und spielt sehr gerne mit ihnen. Zu Menschen, ob groß oder klein, ist er lieb und geht offen auf sie zu. Seine Leidenschaft ist es, zu schwimmen und große Spaziergänge zu unternehmen. Er könnte ein wirklich großartiger Familienhund sein. Katzen sind für die schöne Zimtnase ebenfalls kein Problem. Nun das hört sich eigentlich alles perfekt an, wenn da nicht die Epilepsie wäre.

Hunde mit einer epileptischen Erkrankung brauchen einen geregelten Tagesablauf und ein ruhiges zu Hause. Sie reagieren sensibel auf Stress. Da Bailey erst 2 ist und er seinen ersten epileptischen Anfall mit ca. 1 Jahr hatte, gehen wir von einer primären Epilepsie aus. Das heißt, sie ist bei ihm wahrscheinlich angeboren und wird nicht, durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst. Leider leidet der Magyar Vizsla vergleichsweise häufig unter Epilepsie als einige andere Rassen. Die eindeutige Diagnose „primäre Epilepsie“ lässt sich aber erst eindeutig Stellen, wenn alle Grunderkrankungen ausgeschlossen worden sind. Des Weiteren kommen tierärztlich verordnete Medikamente zum Einsatz, die die Reizschwelle im Gehirn herabsetzen. Das Ziel sollte jedoch immer sein, die niedrigstmögliche Dosis zu finden. Um dies einschätzen zu können, werden zum einen regelmäßige Blutuntersuchungen durchgeführt, und zum anderen sollte der Hundebesitzer ein „Epilepsietagebuch“ führen und dies regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Die primäre Epilepsie ist grundsätzlich nicht heilbar, jedoch kann eine gesunde Ernährung helfen, (keine künstlichen Zusatzstoffe, reduzierter Gehalt an tierischem Eiweiß) die Anfallshäufigkeit zu senken. Die Lebenserwartung ist jedoch mit einer entsprechenden Therapie meist nicht geringer als bei einem gesunden Hund.

Falls sie sich trotz seines Handicaps in Bailey verliebt haben und breit sind mit ihm gemeinsam diesen Weg zu gehen, dann melden sie sich bei uns. Bailey könnte in einem ruhigen Umfeld und mit einer guten Therapie, anfallsfrei werden.

Wir übernehmen selbstverständlich die Kommunikation zu Futrinka und organisieren gerne den Transport nach Deutschland.

 



Name:
Bailey
Alter: 2 Jahre
Rasse: UK
Geschlecht: männlich
Kastriert: nein



Ihr Ansprechpartner:
Jessica Rindfleisch
vermittlungsteam@hands4paws.de
06027 7029974

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