Schutzgebühr

Liebe Hundefreundin, lieber Hundefreund,

Sie haben sich entschlossen, einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu geben. Im Namen Ihres neuen Wegbegleiters sagen wir herzlichen Dank!

Sicherlich haben Sie sich ja schon mit den Herausforderungen mit Hunden aus dem (Auslands) Tierschutz beschäftigt. Vielleicht haben Sie sich auch gefragt: „Schutzgebühr, wofür, wenn ich doch schon einem dieser armen Hunde helfe?“oder „Was, wenn ich einen Hund bekomme, der doch nicht ganz gesund ist, und den ich erst mal noch tierärztlich versorgen lassen muss?“

Wir möchten Sie deshalb über die Aufgaben unseres Vereines und die Kosten die im Tierschutz entstehen, informieren.

Wir haben viele Hunde in unserer Vermittlung, die krank, verletzt oder unterernährt aus Tötungsstationen in Ungarn geholt werden oder aber Hunde, die auf der Strasse leben mussten – ständig in der Gefahr, von einem Auto angefahren oder vergiftet zu werden.

Zunächst einmal gilt es, die Hunde vor ihrer Einreise nach Deutschland „reisefertig“ zu machen. Diese Aufgabe wird von den Tierschützern vor Ort in aufopferungsvoller Arbeit bewältigt. Besonders wichtig ist es hier, die Hunde zu impfen, damit sie die Reise über die Grenze überhaupt antreten dürfen. Auch lassen wir die Hunde immer auf die wichtigsten parasitären Erkrankungen testen, ebenso wird Blut für ein „Blutbild“ abgenommen und untersucht.

Dann muss der Transport nach Deutschland geplant, gemanagt und vorgenommen werden. Die Kosten für den Transport betragen pro Hund 70,00 Euro und werden von unserem Verein getragen. Ein Großteil der Hunde werden erst einmal in Deutschland von privaten Pflegestellen aufgenommen. Nur wenige haben das große Glück, direkt adoptiert zu werden.

Auch auf den Pflegestelle entstehen dann Kosten, zum einen trägt unser Verein die Kosten der Hundehaftpflichtversicherung, zum anderen sind manche Hunde in solch einem desolaten Zustand, dass sie intensiver tierärztlicher Betreuung bedürfen, bis sie endlich in ihr endgültiges Zuhause ziehen können.

Darüber hinaus leisten wir an die Organisationen vor Ort immer wieder finanzielle Unterstützung, damit den Hunden, die nicht das Glück haben nach Deutschland kommen zu können, wenigstens tierärztliche Versorgung erteilt werden kann. Oder dass man diesen Hunden wenigstens eine Decke geben kann, damit sie nicht auf blankem Beton liegen müssen oder im Winter gar erfrieren. Dies gehört schrecklicher Weise zur Tagesordnung. Es werden viele Decken gebraucht. Denn die Hunde zerstören und verschmutzen diese.

Auch kann mit diesen Geldern vor Ort die so bitter notwendige Aufklärungsarbeit bei den Behörden und der Bevölkerung geleistet werden.

Diese Unterstützung vor Ort sehen wir als eine unserer wichtigsten Aufgaben überhaupt an. Denn es gilt, das Übel an der Wurzel zu packen.

Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind nach dem Sozialprinzip aufgebaut. Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten nötig sind, tragen die alten oder kranken Hunde mit. Und alle zusammen helfen ihren Brüdern und Schwestern, die zurückbleiben mussten, ein etwas würdigeres Leben führen zu können.

Die Arbeit selber erfolgt, wie in jedem gemeinnützigen Verein, ehrenamtlich! Wir bitten deshalb um Ihr Verständnis, dass wir ab dem Zeitpunkt der Übernahme Ihres neuen Freundes, keine weiteren Kosten mehr tragen können.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir Ihnen die Schutzgebühr nicht zurückerstatten, wenn Sie Ihren Hund – aus welchen Gründen auch immer – zurückgeben. Bei unseren Schützlingen handelt es sich nicht um eine Ware mit Garantie und Gewährleistung. Wir bitten Sie daher, vor Unterzeichnung des Schutzvertrages diesen genau durchzulesen.

Nun hoffen wir, Ihnen unsere Arbeit für die Hunde etwas näher gebracht zu haben und wünschen Ihnen und Ihrem neuen Familienmitglied viel Freude und gutes Zusammenwachsen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Hands4Paws.